02. Februar 2026
Bald ist es wieder soweit, und die fünfte Jahreszeit, die Fasnacht, beginnt. Diese Zeit ist für viele eine besondere, für einige sogar die schönste Zeit im Jahr. In diesen Tagen kann man in jedes Kostüm und in jede Rolle schlüpfen, seine Fantasie ausleben, der Realität für ein paar Stunden entfliehen, zusammen feiern und gemeinsam Traditionen pflegen und weitergeben.
Auch Kinder und Jugendliche lassen sich vom Narren-Virus gerne anstecken. Unter den Verkleidungen und Grinden können sie feiern, sich mit anderen treffen, ihr Selbstbewusstsein stärken sowie gemeinsam mit ihren Familien eine intensive Zeit erleben. Für Eltern bietet dies eine wertvolle Möglichkeit, die Beziehung zu ihren Kindern zu stärken. Familien können gemeinsam Projekte für die Fasnacht entwickeln und realisieren, kreativ sein, besondere Momente erleben, zusammen ausgelassen mittanzen, wunderprächtige Verkleidungen und Wagen bestaunen, Zeit miteinander verbringen und sich über das bunte Ereignis freuen.
Die Fasnachtszeit bringt für Familien neben vielen positiven Erlebnissen vor allem mit älteren Kindern und Jugendlichen auch Herausforderungen mit sich. Jugendliche stürzen sich gerne allein ins Getümmel, und die dafür getroffenen Abmachungen können vereinzelt zu Konflikten führen. Wie kann es gelingen, dass Jugendliche ihren Spass haben und Eltern gleichzeitig Orientierung bieten? Eltern haben das Recht und die Verantwortung, alters- und entwicklungsangepasste Vereinbarungen mit ihren Kindern zu treffen.
Folgende Empfehlungen können bei der Fasnachtsplanung mit Jugendlichen hilfreich sein:
- Treffen Sie konkrete Abmachungen und sprechen Sie über deren Verbindlichkeit. Reagieren Sie bei Nichteinhaltung besonnen und klar, zum Beispiel durch Nachfragen bei Unpünktlichkeit, eine Nachbesprechung und gemeinsame Lösungsfindung für zukünftige Anlässe.
- Passen Sie die Abmachungen dem Alter, den Ausgangszeiten, dem Anlass, der Entwicklung Ihres Kindes und seinem Schlafrhythmus an.
- Zeigen Sie Interesse dafür, wo sich Ihr Kind aufhält, mit wem es unterwegs ist und was es dabei erlebt.
- Besprechen Sie mit Ihrem Kind das Vorgehen bei aussergewöhnlichen Situationen und zeigen Sie mögliche Folgen von Fehlverhalten auf. Bleiben Sie für Ihr Kind erreichbar.
- Informieren Sie sich als Eltern oder gemeinsam mit Ihrem Kind über Genuss- und Suchtmittel und besprechen Sie deren Gefahren und Auswirkungen. Treffen Sie mit Ihrem Kind Abmachungen zum Konsum von Alkohol und anderen Genuss- und Suchtmitteln. Weitere Informationen finden Sie unter dem Link akzent-luzern.
- Ermutigen Sie Ihr Kind, nie in angetrunkenem Zustand ein Fahrzeug zu lenken oder bei jemandem in diesem Zustand mitzufahren.
- Auch den Kleinsten macht es grossen Spass, mit Mami und Papi für die Fasnacht zu basteln, sich zu verkleiden und sich das Gesicht zu schminken. Als Feuerwehrmann, Superwoman, Prinzessin Lillifee oder als Lieblingstier mit Konfetti um sich zu werfen, zu lauter Musik zu hüpfen und zu tanzen, bereitet Freude.
- Gehörschutz für Säuglinge und Kleinkinder ist wichtig. Dieser kann in der Drogerie, Apotheke, Landi oder im Bau- und Hobbymarkt besorgt werden.
- Schützen Sie Säuglinge in der Trage oder im Kinderwagen vor den vielen Reizen.
- Achten Sie bei grossen Menschenmengen oder Umzügen besonders auf Ihr Kind: enge und laute Plätze sowie ungewohnte Masken können Kleinkinder verunsichern. Überlegen Sie sich, zu welcher Tageszeit ein Fasnachtsbesuch für Ihr Kind passend ist.
- Bleiben Sie nicht zu lange am Stück, damit sich Ihr Kind nicht zu sehr erschöpft oder überreizt.
- Schminken Sie die Kleinen lieber mit hautfreundlicher Schminke, als ihnen Masken anzuziehen.
- Wählen Sie für Ihr Kind wettergerechte und bequeme Kleidung.
- Warme Getränke können der Kälte entgegenwirken.
- Prüfen Sie die gesammelten Süssigkeiten, bevor Ihr Kind diese konsumiert (Verpackung, Allergien, Verschluckungsgefahr).
- Geben Sie Ihrem Kind eine Kontaktkarte oder einen AirTag mit. Name der Eltern und Handynummer sollten darauf gut leserlich notiert sein.
Bei der Jufa – Fachstelle für Jugend und Familie in Ebikon können Sie Informationsmaterial zu diesen Empfehlungen beziehen oder ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren.